Kommunikations-Tipps 6: Körpersprache durch Achtsamkeit trainieren

Wirksame Körpersprache beginnt in der Körper-Balance

Unser Körper ist wie ein Instrument. Im Unterschied zum Flötenspielen oder Trommeln können wir dieses Instrument jedoch nicht weglegen. Wir tragen es immer mit uns herum. Ob wir wollen oder nicht. Umso wichtiger ist es, dass dieses Instrument immer gut gestimmt ist und dass wir auf seine regelmäßige Wartung und regelmäßiges Service achten. Bei elektronischen Geräten oder unserem Auto ist das selbstverständlich. Bei uns selber denken wir oft nicht daran.

Voraussetzung für gutes Körpergefühl und damit auch ausdrucksvolle Körpersprache ist Achtsamkeit: Wir müssen Körper- und Körpersprache wahrnehmen und uns beider Wirkung bewusst sein. Und was könnte da besser helfen, als ein Blick auf uns selbst kombiniert mit der Schulung unserer Achtsamkeit. Deshalb gibt es an dieser Stelle keine Tipps und Tricks, wie sie Körpersprache im Alltag geschickt einsetzen können. Die finden Sie zu Hauf im Internet oder auch in guten Büchern oder Seminaren. Dort lernen wir zum Beispiel, dass verdeckte Handflächen darauf hindeuten, dass jemand etwas zu verbergen hat, verschränkte Arme auf Verschlossenheit und Abwehr hindeuten oder ein Blick nach unten ein Zeichen von Unterwürfigkeit und Unsicherheit ist.

Auf kulturelle Unterschiede achten – auch in der Körpersprache!

Aber Vorsicht! Hier ist immer der kulturelle Kontext entscheidend. In asiatischen Ländern oder auch afrikanischen ist der Blick nach unten ein Zeichen von Respekt und Anerkennung der Autorität. Dass es hier Missdeutungen geben kann – aus vielen Polizeigeschichten in mitteleuropäischen Ländern bekannt – liegt auf der Hand. Offene Handflächen sind weitgehend über Kulturgrenzen hinweg ein Zeichen von Offenheit und Vertauen in das eigene Ich aber auch das Gegenüber. Gewichtsverlagerung von einem Bein auf das andere, kann auf Dynamik und Flexibilität hinweisen, aber auch auf Unruhe und Nervosität. Deuten kann man dies nur in der jeweiligen Situation. Also in dem Kontext, indem die soziale Interaktion und damit auch die Kommunikation ensteht.

Ob wir mit unseren Deutungen immer richtig liegen, ist die Frage. Deshalb wollen wir anregen, an unserer Balance zwischen Innen und Außen arbeiten, die in jedem Fall sicher stellt, dass wir offen, vertrauensvoll und sympathisch auf andere wirken. Finden Sie im Wochenprogramm ein paar Anregungen, wie sie mit sich selbst in Balance kommen und dadurch eine natürliche Körpersprache, die auch wirkt, entwickeln können.

Verbale und nonverbale Kommunikation

Wir unterscheiden in der Kommunikation zwischen verbaler – also das, was gesprochen wird – und nonverbaler Kommunikation. Dazu zählen Gestik, Mimik, Habitus und unsere Körperhaltung. Vieles wird in der nonverbalen Kommunikation unbewusst übermittelt. Manche Dinge kann man trainieren, obwohl unter Fachleuten umstritten ist, ob Körpersprache tatsächlich trainierbar ist. Was dagegen spricht: Wenn die Körpersprache Ausdruck einer körperlichen Kommunikation ist, kann sie nicht trainiert werden, da sie immer spontan und individuell als Aktion in einer sozialen Beziehung und Reaktion auf eine Situation auftritt. Nichts desto trotz kann man in Seminaren, Workshops und individuellen Trainings einiges darüber lernen, welche Körperhaltung wie auf den Körper aber auch auf das Gegenüber wirkt.

Faktum ist, dass verbale und non-verbale Kommunikation nicht zu trennen sind. Körpersprache wirkt darauf, wie wir von anderen verstanden werden. Manchmal sind die Signale eindeutig, manchmal auch nicht. Einer der bekanntesten Lehrer für Körpersprache ist sicherlich der Pantomime Samy Moloch. Er hat unzählige Bücher und Artikel darüber veröffentlicht und unterrichtet am Max-Reinhard-Seminar „körperliche Gestaltung“. Mehr dazu sowie auch Literatur-Tipps und Videos unter http://www.samy-molcho.at/default.htm und ein interessantes Interview mit Körpersprache-Experten Stefan Verra https://www.youtube.com/watch?v=iQ6fRt7PWgI

Das Wochenprogramm zur Förderung von Körperbalance und ausdrucksvoller Körpersprache

Wie bereits erwähnt: Um das, was wir mit Worten sagen mit unserer nicht verbalen Körpersprache zu verstärken und auf andere zu wirken, braucht es zum einen Wissen zur Körpersprache, aber als Voraussetzung dafür ein gutes Gefühl für unserer Körper und die nötige Balance zwischen Körper, Psyche und unserem sozialen Umfeld. Deshalb wollen wir in diesem Beitrag keine Tipps für Körpersprache veröffentlichen – dazu finden Sie unzählige Beispiele im world wide web – sondern ein Programm für mehr Selbstwahrnehmung und Kontakt mit uns selbst vorstellen.

Sie finden in diesem Programm für jeden Tag eine Achtsamkeits-Übung, die uns als Menschen stärkt und dadurch auch auf unsere Körpersprache wirkt. Schauen Sie rein und beginnen Sie morgen mit dem Programm! Es sollte über einen Zeitraum von zwei bis drei Monaten mehrmals wiederholt werden. Nach ein paar Wochen werden Sie die ersten Veränderungen bemerken – schauen Sie dazu auch immer wieder auf die Veränderungen, die sich einstellen und auf Ihren Fortschritt. Spaß macht es auch, das Programm mit einem Partner/einer Partnerin zu absolvieren oder auch Kinder einzubinden. Wäre doch etwas für die kommenden Ferien!

Literaturtipps

  • Krone, Max (2020), Psychologie Bücher – Psychologie für Anfänger und Manipulation und Körpersprache: Allgemeine Psychologie im Alltag lernen, Menschen lesen, Psyche des Menschen Band 2
  • Loewenstein, Julius (2019), Körpersprache – Menschen lesen: Wie Sie mit der Macht der nonverbalen Kommunikation Menschen für sich gewinnen, selbstbewusst Auftreten und die Psychologie anderer durchschaubar
  • Matschnig, Monika (2016), Körpersprache: Gestik, Mimik und Haltung: Sicher auftreten, Menschen gewinnen, GU Ratgeber Gesundheit
  • Moloch, Samy (2013), Körpersprache
  • Trautmann-Voigt, Sabine, Voigt, Bernd, Grammatik der Körpersprache: Ein integratives Lehr- und Arbeitsbuch zum Embodiment

Miteinander und voneinander lernen!

In diesem Blog finden Sie regelmäßig Infos und Tipps rund ums Lernen, Erziehung und Bildung. Wir freuen uns auch über Rückmeldung und Ihre Erfahrungen zu den jeweiligen Themen bzw. beantworten wir auch gerne Fragen unter www.ipi.co.at oder seinabalawieh@hotmail.de

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